Vorgehensweise erarbeitet

Im Laufe des Sommercamps der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz auf dem Hengstbacherhof im Donnersbergkreis, haben die Teilnehmer einen Workshop zum Thema Jugendbeteiligung mit Udo Wenzl besucht. Die Kernaussage des vierstündigen Workshops war, dass die Gemeindeverordnung in Rheinland-Pfalz mithilfe von Bündnis 90\Die Grünen geändert werden soll. Momentan wird in der Verordnung darüber gesprochen, dass Kinder und Jugendliche integriert werden können, es aber nicht verpflichtend ist. Warum wir das ändern wollen?
Ganz klar, damit die Kinder und Jugendlichen in ihren Gemeinden die Möglichkeit haben, sich einzubringen, eigene Versammlungsräume zu bekommen aber auch Mitspracherecht über Anschaffungen für den Kindergarten, die Schule oder den Spielplatz. Des Weiteren bekommen Kinder und Jugendliche damit schon in ihren „jungen Jahren“ einen Einblick in die Politik. Sie können also politische und wirtschaftliche Zusammenhänge besser einschätzen und sind selbst informiert. Das kann auch einen Rechtsruck bei Wahlen verhindern, da Kinder und Jugendliche besser in Sachen Politik aufgeklärt sind. Erarbeitet wurde in dem Workshop von Udo Wenzl eine Strategie, nach der die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz vorgehen soll, um die Änderung der Gemeindeordnung zu bewirken. Außerdem wurde besprochen welche Ansprechpartner, zum Beispiel von Bündnis 90\Die Grünen gebraucht werden. Der Workshop bereitete die Teilnehmer darauf vor, nicht locker zu lassen und einen guten Plan zu haben, um die Änderung durch zu bekommen.

Beteiligungsmodelle im Blick

Während des Landesjugendkongresses vom 13.10.2017 bis 15.10.2017 in Landau (Pfalz) wurde den Teilnehmern von Lucas Gerrits (Squirrel&Nuts) einige erfolgreiche Modelle von Jugendbeteiligung gezeigt. So zum Beispiel das Biberacher Modell, indem Jugendliche aller Schulformen zusammen ein Jugendhaus erarbeitet haben. Am Ende des Projektes haben die Kinder und Jugendliche ein Jugendhaus, zusammengeschnitten auf ihre Bedürfnisse und Wünsche, einweihen können. Der Workshop vermittelte, dass Soziale Netzwerke, eine hohe Reichweite bieten und somit auch viele Kinder und Jugendliche erreicht werden können. Das können auch wir uns zum Vorteil für den nächsten Wahlkampf machen. Richten wir eine WhatsApp-Gruppe mit interessierten Menschen, eine Facebook-Gruppe zum Diskutieren, ein Instagram-Account ein, um Bilder von unseren Veranstaltungen zu posten. Sammeln wir Kinder und Jugendliche dort auf, wo sie täglich sind.

Mitgliederversammlung beschließt Antrag

Die Landesmitgliederversammlung hat am Sonntag, 15.Oktober 2017 den Antrag des Landesvorstandes zum Thema Jugendbeteiligung einstimmig angenommen. In dem Antrag fordert die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz, die Änderung der Gemeindeordnung nach dem Beispiel der Gemeindeordnung von Baden Württemberg  in „Die Gemeinde soll Kinder und muss Jugendliche bei Planung und Vorhaben, die ihre Interessen berühren angemessen beteiligen […]. (Nach Gemeindeverordnung Baden Würrtemberg). Damit sollen Kinder und Jugendliche in ihren Gemeinden zu Wort kommen, wenn es um Themen geht die sie betreffen.