In diesen eisig-kalten, termingefüllten, (für einige sogar Wahlkampf-gestressten) und hektischen Zeiten hantieren wir wie selbstverständlich mit Zahlen.

Wir sehen Zahlen, schreiben Zahlen, tippen Zahlen – häufig auch ohne darüber nachzudenken.Gedenktafel in Berlin

Wir sollten uns jedoch hin und wieder vom eiligen Alltag lösen und uns Gedanken über Zahlen machen.

Über den heutigen 27.1.2016 zum Beispiel.

Über den Holocaust Gedenktag.

Über den 27. 1.1945.

Heute vor 71 Jahren befreite die Rote Armee der Sowjetunion das Konzentrationslager „Auschwitz-Birkenau“ von den Fängen des Nationalsozialismus. Mit der Befreiung des Lagers drang die erschütternde Wahrheit über die von allen deutschen Institutionen mitgetragene Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden in die Öffentlichkeit.

Der Holocaust war eine Perversion gegen die Menschlichkeit. Er hat auf tragische Art und Weise gezeigt, wohin gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rassismus in letzter Konsequenz führen können.

Es ist daher die Pflicht eines jeden Einzelnen von uns, den alltäglichen Rassismus nicht nur zu benennen, sondern diesem auch aktiv entgegenzutreten. Erst recht in einer Zeit, in der die Stimmen der letzten KZ-Häftlinge nach und nach zu  verstummen drohen, ist es umso wichtiger, dass die nachfolgenden Generationen, dass gerade die heutigen, älteren wie jüngeren Generationen den Millionen Opfern des Holocaust gedenken.

Deshalb bitte ich euch, eure Gedanken den Opfern zu widmen,  informiert euch über Gedenkveranstaltungen und Programme. Besucht diese in der eigenen Region  und gedenkt gemeinsam.

Wir schulden es Ihnen.

Wir dürfen sie nicht vergessen.