wahlPressemitteilung 24/2012 der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz

Zur Debatte in der Jungen Union um das Alter, ab dem ein Handyvertrag abgeschlossen werden darf, erklärt der Landesvorstand der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz folgendes:

„Wir halten es grundsätzlich für ein falsches Konzept, bestimmte Kompetenzen an das Erreichen bestimmter Altersstufen festzunageln“, erklärt Jan Stich, Sprecher der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz. „In unserer heutigen, vernetzten Welt ist das Mobiltelefon ein wichtiges Instrument zur Gesellschaftlichen Teilhabe geworden. Es ist nicht verständlich, warum Eltern ihren Kindern diese Teilhabe einfach verbieten dürfen.“

Darüber hinaus spielt das Handyvertragsalter wohl eine wichtige Rolle als Index für Demokratie-Fähigkeit in der Jungen Union Rheinland-Pfalz.

„Offensichtlich ist diese kleine Hürde das letzte Hindernis für die Anerkennung demokratischer Grundrechte an Menschen unter 18“, stellt Sophia S., Sprecherin der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz fest. „Also runter damit, das ist sicher auch im Interesse des christdemokratischen Nachwuchses. Denn kein*e Demokrat*in würde Menschen einfach davon abhalten wollen, ihre Regierungen selbst zu wählen. Als Übergangsregelung schlagen wir vor, Menschen unter 18 fürs erste von allen Steuern zu befreien. No Taxation without Representation ist seit dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ein wichtiges Prinzip moderner Demokratien.“

Hintergrund:

Nach Zahlen des Branchenverbandes Bitkom besitzen heute 93% aller Jugendlichen ein eigenes Mobiltelefon. Das Institut für Jugendforschung München geht davon aus, dass die durchschnittliche Kaufkraft von Jugendlichen monatlich im dreistelligen Bereich liegt. Damit sind sie sowohl relevante Mehrwertsteuerzahler*innen als auch eindeutig in der Lage, sich einen Handyvertrag zu leisten.

Über die Debatte wurde unter anderem hier berichtet: http://www.allgemeine-zeitung.de/nachrichten/politik/rheinland-pfalz/12509260.htm