Nun hat sich die insgeheim anhaltende Befürchtung bewahrheitet: Auch in Rheinland-pfälzischen Fußballszenen wurden und werden V-Leute eingesetzt, wie der Innenminister Roger Lewentz (SPD) in Mainz bestätigte. Obwohl diese angeblich nur „vereinzelt“ und „nach richterlichem Beschluss“ eingesetzt werden, wollte er keine genaueren Angaben um deren Anzahl machen.
Vielen dürfte der Begriff „V-Mann“ im Kontext der NPD bereits allseits bekannt sein und ob deren Einsatz in potentiell verfassungsfeindlichen Gruppen sinnvoll ist , kann auch gestritten werden. Anders sieht die Lage jedoch aus , wenn V-Männer in die Menschenmassen bei Fußballspielen eingeschleust werden um geheime Informationen über geplante kriminelle Handlungen zu bekommen. Die Grüne Jugend Koblenz verurteilt diese Art der Spitzelei aufs Schärfste.

 

 


Diese Form der heimlichen Kontrolle kommt einer Entrechtung der Fußballfans gleich, die ungeheuer vielfältige und nahezu alle Gesellschaftsschichten umfassende Gruppe der Fußballfans wird dadurch bewusst stigmatisiert und pauschalisiert!

„Dadurch wird das ohnehin schon starke Gefühl durch Kameras und Einlasskontrollen überwacht und unter Generalverdacht gestellt zu werden auf die Spitze getrieben.“, so Benjamin Buddendiek, Sprecher der GJ Koblenz.
Anstatt  den populistischen Sicherheitswahn durch Polizeigewerkschaft und die Innenminister, welchen die Medienlandschaft dankend aufgenommen hat, nur weiter aufzuheizen gilt es die Stimmung abzukühlen und durch weitere Aufklärungsarbeit mit den Fans und nicht GEGEN die Fans zusammenzuarbeiten.
Hier steht auch Bündnis90/die Grünen in der Pflicht die Rechte der Fußballfans zu wahren, da dem Koalitionspartner SPD in Sachen Sicherheitspolitik schon lange nicht mehr das Maß zwischen  Freiheit und Sicherheit gelingt.