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Alle Wege führen nach Rüsselsheim

Am 7.12.2010 sammelte sich morgens um 8:00 am Mainzer Hauptbahnhof ein Grüppchen verschlafener Mitglieder der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz, die sich auf den Weg zur „Grünen Hessenmeisterschaft“, einem Fußballturnier, welches von der GRÜNEN JUGEND Hessen (GJH) organisiert wird, begaben. Das Ziel der Reise lag in der Sporthalle der Gerhart-Hauptmann-Schule in Rüsselsheim. Nach einer kurzen Odyssee fanden wir, von Einheimischen unterstützt, schließlich die Halle. Wir waren mit drei Männern und zwei Frauen angereist, einem Teammitglied zu wenig, weshalb wir während der Spiele auf Unterstützung aus anderen Teams angewiesen waren.

Sportliches

 

In der ersten Runde trafen wir gleich auf das sehr starke Team der ehemaligen GJH, die uns nach 15 Minuten mit 1:4 vom Platz gefegt hatten. Dies hatte eine Umstellung unserer Taktik von „keine Taktik“ auf „Hinten dicht machen und auskontern“ zu Folge, was dann auch von Klara und Moritz Vorne, Matthias, Klara und mir Hinten gegen Dynamo Taunus umgesetzt wurde und uns einen 4:0 Sieg bescherte.

 

Anschließend mussten wir uns gegen die GJH behaupten, eine sehr starke Gegnerin. Wir konnten uns schon früh mit zwei Treffern von unserer Gegnerin absetzen, mussten aber noch in der ersten Halbzeit (7:30 Minuten) einen Anschlusstreffer hinnehmen. Mit Hilfe des Torwarts von Dynamo Taunus, der uns in diesem Spiel unterstützte,  und einer aufopfernden Abwehrleistung des gesamten Teams gelang es uns, diese 2:1 Führung über die 15Minuten-Grenze hinaus zu verteidigen und die GJH mit diesem sehr knappen Sieg hinter uns auf den dritten Platz zu verweisen. Geprägt war das Turnier fast ausschließlich durch ein faires uns respektvolles Miteinander, Verletzte gab es keine.

Die Quote

Es gibt aber (leider) nicht nur Positives zu berichten. Die GJH stellte eine Quote auf, die besagte, dass pro Halbzeit mindestens ein Mal eine Frau auf dem Platz sein müsse. Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz war das einzige Team, das im Verlauf des Turniers von zwei Frauen gleichzeitig auf dem Platz vertreten wurde. Bei mir entstand gerade explizit bei einem Team der Eindruck, dass die Frau überhaupt keine Lust hatte, eingewechselt zu werden, nur widerstrebend stellte sie sich dann für ein paar Minuten auf den Platz, damit ihr Team nicht disqualifiziert wird. Es darf sicherlich nicht Sinn und Zweck der Quote sein, dass eine Frau, die keine Lust hat, Fußball zu spielen, unter latentem Zwang pro Halbzeit zwei Minuten auf dem Platz zu stehen, damit ihre männlichen Teamkollegen ihren Spaß haben können. Ich sehe hier ganz massiven Nachholbedarf.

Vielen Dank an die VeranstalterInnen und alle Teams, die mitgespielt haben. Für mich persönlich war das Turnier sehr schön, ich freue mich schon auf nächstes Jahr, hoffentlich mit mehr Frauen!