Pressemitteilung 18/2008 der GRÜNEN JUGEND RLP, 15.10.2008

Gebt den Entwicklungsländern mehr Gewicht! Den Hunger in der ganzen Welt bekämpfen!

Anlässlich des morgigen Welternährungstages erklärt Maximilian Pichl, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Rheinland-Pfalz: „Die westliche Welt schaut derzeit auf die Finanzkrise und bangt um ihre Kapitalanlagen. Menschen in Entwicklungsländern bangen jeden Tag darum etwas zu essen zu bekommen. Der Hunger ist eine der größten gesellschaftlichen Katastrophen, die wir zu bewältigen haben. Fast 40 Länder sind auf
dieser Welt von der Nahrungsmittelkrise betroffen, laut Angaben von UNICEF und FAO sterben jeden Tat über 24.000 Menschen an Unterernährung- davon über die Hälfte Kinder.

Die US-Amerikanische Regierung will 700 Milliarden Dollar in das angeschlagene Finanzsystem stecken. Es ist peinlich, dass die G8 Staaten seit Jahren versprechen, den Hunger auf der Welt zu beseitigen, aber kein Geld dafür bereitstellen. Mit 700 Milliarden Dollar könnte man den Hunger und die Armut für 10 Jahre bekämpfen. Dies soll nicht populistisch klingen, sondern die Relationen der politischen Gestaltungsmacht ins richtige Licht rücken.

Die GRÜNE JUGEND Rheinland-Pfalz fordert daher:
1. Sofortige finanzielle und strukturelle Nothilfen für die Entwicklungsländer
2. Die Aufhebung der Importrestriktionen der EU und anderer Länder gegenüber den Entwicklungsländern. Es dürfen Agrarsubventionen seitens der EU nicht mehr gezahlt werden, die die Preise auf den Weltmärkten künstlich senken
3. Keine Verwendung von Biokraftstoffen in den Industrieländern. Nahrungsmittel aus den Entwicklungsländern dürfen nicht zu Benzin umgewandelt werden.
4. In den westlichen Ländern müssen wir ganz konkret den Fleischkonsum reduzieren. Wenn auf einem Hektar Land Sojabohnen angebaut werden, kann die Ernte den Eiweißbedarf von 5000 Menschen decken; wird diese Fläche als Weideland genutzt,kann sie nur 191 Menschen ernähren!
5. Langfristig fordern wir die Umsetzung einer  Entwicklungshilfe, die die Entwicklungsländer befähigt eine nachhaltige Selbstversorgung zu gewährleisten.