Die Grüne Jugend RLP verurteilt die vom Bundesrat beschlossene Aufweichung des ursprünglich für 2007 geplanten Verbotes der Käfighaltung von sogenannten Legehennen aufs Schärfste.

Die  neue Verordnung sieht vor, die Übergangsfrist für Legebatterien bis 2008 zu verlängern und ab 2007 sogenannte „Kleinvolieren“ einzuführen.

„Die Haltung in Kleinvolieren ist vollkommen inakzeptabel, da sie die Fortsetzung der lebewesenverachtenden Käfighaltung bedeutet – das „neue“ Hühnergefängnis ist knapp eine halbe DIN A4-Seite größer als das alte und 15 cm höher“, so Larissa Hauer, Landesvorstand Grüne Jugend RLP. „Es ist mehr als offensichtlich, dass dies das Leid der Tiere in keinster Weise mindern wird; Bewegungsfreiraum und die Möglichkeit zu natürlichem Verhalten sind nach wie vor nicht gegeben.“

Es handelt sich hierbei um den dreisten Versuch, die Käfighaltung offiziell abzuschaffen, sie im Dienste von Konzerninteressen aber unter einem neuen Namen weiter bestehen zu lassen. Die Verantwortlichen setzen sich in bodenloser Ignoranz über den Willen der VerbraucherInnen und im Übrigen auch über das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 1999, das die Käfighaltung eindeutig als Tierquälerei einstuft, hinweg.

„Mit seiner Unterschrift wird der Landwirtschafts- und zu Unrecht auch als Verbraucherschutzminister betitelte Horst Seehofer das traurige Schicksal von Millionen Hennen besiegeln und das im Koalitionsvertrag erklärte Ziel des Verbotes der Käfighaltung als falsches Versprechen entlarven“, so Oliver Buschbaum, Sprecher der Grünen Jugend RLP.    
„Die Konsequenz aus der Missachtung unserer Interessen sollte die Konsumverweigerung sein! Wir fordern daher alle VerbraucherInnen auf, Eier aus Käfighaltung zu boykottieren und Produkte aus ökölogischer Landwirtschaft zu unterstützen!“