Beschluss der GJ RLP auf dem 41. Landesjugendkongress in Ingelheim

Drogen legalisieren!

Für ein Umdenken in der Drogenpolitik

Drogen werden in der Gesellschaft zumeist nicht als Rausch-, sondern als Suchtmittel angesehen. Die Grüne Jugend Rheinland- Pfalz teilt diese Auffassung nicht und fordert in der Konsequenz eine andere Drogenpolitik.

Drogenarbeit muss akzeptanzorientiert stattfinden. Die Probleme, die durch die repressive Drogenpolitik entstehen, müssen beim Namen genannt und angepackt werden. Immer schärfere Gesetze bewirken dabei genau das Gegenteil vom gewünschten Effekt.

Der Ausbau von Hilfsangeboten für die Abhängige ist entscheidend, um den drohenden Ausschluss aus der Gesellschaft zu verhindern. Als erster Schritt sind Spritzentauschprogramme, Konsumräume und mehr SozialarbeiterInnen wichtige Bestandteile einer akzeptanzorientierten Drogenpolitik.

Die Grüne Jugend Rheinland-Pfalz fordert die Legalisierung aller Drogen und deren Verkauf in Drogenfachgeschäften. Auch zur Zeit noch legale Drogen, wie Alkohol und Nikotin sollen in Zukunft nur noch in Drogenfachgeschäfte erhältlich sein. Drogen sollen in den Fachgeschäften ähnlich wie in Apotheken verkauft werden. KonsumentInnen werden von speziell geschultem Personal direkt über die Wirkungen und Probleme des Konsums beraten werden.

Der Anbau von Pflanzen zum Eigengebrauch muss unabhängig von den Drogenfachgeschäften legal sein. Ebenso soll auch die Synthetisierung von nicht biologischen Drogen für den Eigengebrauch legal sein.

Dadurch treten folgende positive Effekte auf:
– Ende der Kriminalisierung der DrogenkonsumentInnen und somit weiter Teile der Bevölkerung
– Nutzung von Drogen zur medizinischen Behandlung und Wiederaufnahme der Forschung über die Wirkungen
– Senkung der durch die Gesellschaft getragenen Kosten, die durch die Langzeitschäden infolge des Konsums und die Strafverfolgung entststehen
– Einnahmen durch Besteuerung von Drogen
– Senkung der Gesundheitsgefahr für KonsumentInnen und wirkungsvolle Behandlung Süchtige durch reine Stoffe ohne gefährliche Streckmittel
– Senkung des Aids- und Hepatitis- Risikos für DrogenkonsumentInnen durch unhygienische Spritzen o.ä.
– Eindämmung der organiserten Kriminalität durch Wegfall der Schwarzmärkte
– Erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Drogen, Abbau von Vorurteilen gegenüber Drogen und ihren KonsumentInnen