von Klara Spretke

EU-Parlament

Bild: © Waldili / PIXELIO

Wir fuhren nach einer Einladung der Europaabgeordneten Franziska Brantner nach Straßburg zum Europaparlament. So fuhren wir am 15.12.2009 um 10:39 zu Acht gen Straßburg.In Mannheim stiegen noch andere TeilnehmerInnen zu. In Straßburg angekommen fuhren wir mit der Bahn zum Sitz des Europaparlaments. Nach unangenehmen Erfahrungen mit den Türen der Bahnen kamen wir endlich an. Wir wurden von einer Angestellten freundlich empfangen und zur Garderobe geführt; dort wurden wir unsere schweren Wintermäntel und das Gepäck los.
Als wir uns entladen hatten, wurden wir zu einem Raum geführt, in dem uns der Europaabgeordnete Martin Häuslinger erwartete. Er gab uns eine kleine Einführung in seine Arbeit als Europaabgeordneter. Martin Häuslinger ist im Ausschuss für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, außerdem sitzt er im Europaausschuss und ist im Hessischen Landtag tätig.

Als Franziska Brantner nach einer längeren Sitzung zu uns stieß, erzählte  sie uns vom Wochenablauf eines Europaabgeordneten: dieser besteht aus Fraktionssitzungen, Ausschüssen und dem Empfang von Besuchergruppen. Franziska Brantner ist seit 2009 im Europaparlament. Sie hatte sich vorher in ihrem Landkreis Rhein-Neckar für außenpolitische Themen, Frauen- und Europapolitik interessiert und wurde daraufhin in das Europaparlament gewählt. Franziska Brantner sitzt im Frauen-,  im Verteidigungs- und im Außenausschuss, und auch der Haushaltsausschuss tagt nicht ohne sie.

Herr José Manuel Barroso, der europäische Ratspräsident, gab gerade seine wöchentliche Fragestunde, bei der alle Abgeordneten ihr Fragen an Barroso stellen können. Wir durften einen Teil dieser Sitzung mit anhören. Wir waren nach dieser kurzen Zeit sehr erstaunt darüber, dass es doch auch des öfteren persönliche Angriffe auf den Ratspräsidenten gab. Leider mussten wir gehen, als Diskussionen über spezielle Themen begannen, da wir anderen Besuchergruppen Platz machen mussten.

Danach war der Besuch auch schon zu Ende. Wir nahmen unsere Mäntel und zogen frierend zur Jugendherberge. Leider gibt es in Brüssel zwei Jugendherbergen, die beide mit denselben Linien zu erreichen sind, aber  in ganz entgegengesetzten Richtungen gelegen sind. Hungrig wie wir waren, fuhren wir – zur falschen Jugendherberge. Dort bemerkten wir unser Missgeschick und wollten nun erst einmal in die Stadt fahren und uns mit Flammkuchen und Nudeln stärken. Zu diesem köstlichen Mahl lud uns Franziska Brantner ein. Der nächste Schock war, dass das Geld verschwunden war; zum Glück tauchte es aber wieder auf. Danach schmeckte uns das Essen doppelt so gut, und wir zogen mit vollem Magen und guter Laune in die Jugendherberge, diesmal in die richtige. Als wir unsere Zimmer bezogen hatten, gingen wir alle sofort schlafen und wachten am nächsten Morgen nicht übermüdet und ohne böse Überraschungen auf. Nach dem Auschecken durften wir uns mehrere Stunden in kleinen Gruppen Straßburg anschauen.
Als wir gegen 21:30 in Mainz ankamen, waren wir alle sehr erschöpft, aber wir freuten uns über die tollen Erfahrungen auf unserer Straßburg-Fahrt.