Lokale Holocaust-Gedenkveranstaltungen gegen das Vergessen

Am 27. Januar 1945, vor genau 70 Jahren befreite die Rote Armee der Sowjetunion das  Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau von den Fängen des Nationalsozialismus. Mit der Befreiung des Lagers kam die erschütternde Wahrheit über die von allen deutschen Institutionen
mitgetragene Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden in die Öffentlichkeit.

Gedenktafel in BerlinDer Holocaust war eine Perversion der Menschlichkeit. Er hat auf tragische Art und Weise gezeigt, wohin gruppenbezogene
Menschenfeindlichkeit in letzter Konsequenz führen kann.

Es ist daher die Pflicht eines jeden Einzelnen von uns, den alltäglichen Rassismus nicht nur zu benennen, sondern diesem auch aktiv entgegenzutreten – erst recht 70 Jahre danach. Erst recht in einer Zeit, in der die Stimmen der letzten  KZ-Häftlinge nach und nach zu  verstummen drohen, ist es umso wichtiger, dass die nachfolgenden Generationen, dass gerade die heutigen jungen Menschen den Millionen Opfern des Holocaust gedenken.

Deshalb können wir an dieser Stelle nur dazu anregen, sich die Zeit zu nehmen und die Gedenkveranstaltungen und  Programme, die in der eigenen Region angeboten werden, zu besuchen und  gemeinsam miteinander zu gedenken.

Vor dem Hintergrund dieses Datums ist es bestürzend, dass die Wormser und Trierer NPD angekündigt haben, ausgerechnet heute auf die Straßen zu gehen, um ihre nationalen und menschenverachtenden Parolen kundzugeben.

Haureh Hussein, TrotzDem-Redaktion