junggrüne Wünsche an die IntegrationspolitikEin knappes Dutzend GJler*innen aus ganz Rheinland-Pfalz beschäftigte sich dieses Wochenende in Mainz mit Integrationspolitik. Am Samstag ging es in einem Seminar mit der Soziologin Alice Rombach über die theoretischen Grundlagen und am Sonntag konnten wir auf Einladung unserer Landtagsabgeordneten Pia Schellhammer mit der Staatssekretärin Margit Gottstein aus dem Integrationsministerium und der Integrationspolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion Anne Spiegel über die praktische Umsetzung diskutieren.

 


Auf lange Sicht, da waren wir uns am Samstag einig, wünschen wir uns eine Welt ohne Grenzen und Nationen. Damit dürfte in den nächsten Jahrzehnten jedoch nicht zu rechnen sein. Im Moment wäre es wichtig, eine umfassende Bildungsinfrastruktur (KiTas, Sprachschulen, Eine Schule für alle) herzustellen, in der alle Menschen, Aus- und Inländer, Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam an der Gesellschaft von Morgen arbeiten können.

 

Dabei haben wir uns auch kritisch mit dem Integrationsbegriff auseinander gesetzt, da er von einer starren und homogenen Mehrheitsgruppe ausgeht, der sich jedwede Minderheit anzupassen und damit unterzuordnen hat. Überraschenderweise hatten die beiden Integrations(!)-Politikerinnen durchaus ähnliche Probleme mit diesem Verständnis von Integration.

Gemeinsam diskutierten wir über die Probleme von Menschen mit mehreren Pässen und Menschen ohne Pässe in Rheinland-Pfalz. In beiden Fällen sind dringende Korrekturen auf Bundeseben notwendig. Bei der Bildungsinfrastruktur hat sich auf Landesebene schon einiges getan, doch auch hier drohen Rückschläge, wenn der Bund sein Engagement bei den wichtigen Integrationskursen noch weiter zurück fährt.

Unser Dank geht an das Team Pia Schellhammer und die Heinrich-Böll Stiftung Rheinland-Pfalz. Dank deren tatkräftiger Unterstützung konnten wir viel neues Wissen und interessante Eindrücke mit nach Hause nehmen.